Jan 08
Tacheles reden: Strategisches & Operatives Prozessmanagement
Noch vor dem Jahreswechsel hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einem mittelständischen Unternehmer, der mich darauf ansprach – er wolle in 2012 sich intensiv mit seinen kritischen Geschäftsprozessen im Unternehmen befassen.
Er habe schon mal ein erstes informatives Gespräch mit einem Prozessberater geführt, jedoch irgendwie nicht so richtig verstanden, wovon der Berater da gesprochen hat.
Da müssen wir halt mal im neuen Jahr „Tacheles reden“ – meinte er zu mir.
Kennen Sie dass?
Da wird vom strategischen Prozessmanagement gesprochen und wie wichtig eine ganzheitliche Ausrichtung des Unternehmen auf die Prozesse ist. Wenn man dann jedoch etwas genauer nachfragt, was denn nun eigentlich mit strategischem und operativem Prozessmanagement ganz konkret gemeint ist, bekommt man oft schwammige Antworten.
Genauso geht es einem durchaus auch bei der Formulierung „kritische Geschäftsprozesse“!
- Was bedeutet dies?
- Welches sind die kritischen Geschäftsprozesse im Unternehmen?
- Wie ermittelt man seine „kritischen“ Geschäftsprozesse?
Diese Fragen kurz und verständlich zu beantworten – ja darum geht es.
Ich möchte im ersten kleinen Artikel in 2012 versuchen, kurz und verständlich, Strategisches und Operatives Prozessmanagement zu beschreiben und voneinander abgrenzen.
Und damit ich nicht zu viel schwafle, lass ich lieber Bilder sprechen. Die nachfolgende Grafik zeigt – worum es beim „Strategischen Prozessmanagement“ geht.
Nach meiner Meinung kann die sogenannte ganzheitliche Beschäftigung mit den Unternehmensprozessen nur dann nachhaltig und dauerhaft erfolgreich sein, wenn man zuerst eine Unternehmens Prozess Strategie entwickelt – orientiert an den Unternehmenszielen - diese im Unternehmen sehr fest verankert und sich dann daran macht die Geschäftsprozesse entsprechend der Bedeutung (kritisch/wichtig) fürs Unternehmen operativ umzusetzen.
Also sich dem „Operativen Prozessmanagement“ widmet. Die nachfolgende Grafik zeigt – worum es dabei geht.
So wie die Grafik es zeigt, ist „Operatives Prozessmanagement“ nicht einfach irgendwann mal beendet – es ist vielmehr ein Kreislauf der immer wieder durchlaufen wird.
Prozesse haben eine ganz spezielle Eigenschaft – Prozesse sind dynamisch. Diese Eigenschaft zwingt uns dazu, sich kontinuierlich mit den Prozessen im Unternehmen auseinander zu setzen.
Natürlich verändern sich auch Unternehmensziele und Strategien – normalerweise jedoch nicht mit der Dynamik, wie es die operativen Prozesse tun.
Wenn doch – stimmt grundsätzlich im Unternehmen etwas nicht!
