Okt 16
BPM im Zeichen der DMS-Expo 2011
Dieses Jahr habe ich es mal wieder geschafft auf die DMS Expo nach Stuttgart zu gehen. Entgegen vergangener Jahre, wo ich explizit mich zum aktuellen Stand von Business Process Management (BPM) informierte, konnte ich 2011 nur am Rande die vielen Aktivitäten – quasi aus dem Augenwinkel beobachten. Ich war mit meinem Kunden zum Thema Dokumentenmanagement dort.
Trotzdem ist das Prozessmanagement in einer für mich bisher noch nie so präsenten Art und Weise gegenwärtig gewesen.
Gerade Automatisierung (Industrialisierung) von Geschäftsprozessen sowie die zwingend erforderliche Flexibilität stehen bei den Unternehmen beim Business Process Management ganz zentral im Fokus.
So denken viele Unternehmen über den Einsatz von BPM – Lösungen nach. Dabei wird üblicherweise von einer sogenannten BPM – Software zur effizienten Unterstützung der Geschäftsprozesse gesprochen.
Hier gibt es im Übrigen eine sehr große Schnittmenge zum Thema Dokumentenmanagement. Denn üblicherweise versucht man mit dem Einsatz von Dokumentenmanagement – Lösungen die papiergebundenen Geschäftsprozesse in digitale zu überführen und so Medienbrüche zu vermeiden.
Genau wie beim Dokumentenmanagement ist für den Einsatz von BPM – Lösungen von entscheidender Bedeutung – VOR AUSWAHL – einer solchen Software zu wissen, welche Anforderungen vorhanden sind sowie sich über das Ziel und den Weg dorthin Gedanken zu machen.
Business Process Management unterteilt sich zuerst einmal in . . .
- Strategisches Prozessmanagement &
- Operativem Prozessmanagement
Die Auswahl der entsprechenden BPM – Software – Lösung sollte zwingend zum eigenen strategischen und operativem Prozessmanagement passen. Um dahin zu kommen, wird es erforderlich werden die Anforderungen aufzunehmen, zu analysieren, zu priorisieren und dann in einer ganzheitlichen Prozessmanagement Strategie für das Unternehmen zum Leben zu erwecken.
Allzu schnell wird eine Softwarelösung angeschafft, die irgendwie dann so gar nicht zu den Anforderungen passt. Dafür sind solche Lösungen aber einfach zu teuer, wenn man am Ende nur schöne Bildchen malt und der Aufwand der Visualisierung der Geschäftsprozesse bei der Implementierung und in Betriebnahme verpufft. Außerdem sind ganzheitliche BPM – Lösungen nicht einfach zu finden und das erst recht nicht, wenn man seine Anforderungen nicht genau kennt. Wer hier am falschen Ende spart, zahlt man Ende ordentlich drauf und was ggf. noch viel wichtiger ist – die zwingende Verbesserung der Geschäftsprozesse stellt sich einfach nicht ein.
Und das alles, weil man sich nicht die notwendige Zeit genommen hat – die Anforderungen umfänglich aufzunehmen.
Ich appelliere an ALLE, die vor der Entscheidung stehen eine BPM – Software – Lösung einzuführen. Nehmen Sie das Geld und die Zeit in die Hand, eine umfassende Anforderungsanalyse durchzuführen und definieren Sie Ihre Unternehmens – Prozessmanagement – Strategie!
Und einen weiteren wichtigen Punkt bei der Entscheidung und Auswahl einer BPM – Software – Lösung gilt es im Auge zu behalten. Der Markt der Lösungsanbieter ist aktuell wirklich fast nicht zu überschauen – jeder der Anbieter hat seine Stärken aber auch Schwächen. Diese Vielfalt wird jedoch mit Sicherheit nicht so bleiben – die Konsolidierung hat bereits begonnen z.B. hat Bosch erst vor kurzem bekannt gegeben, die in Berlin ansässige Firma inubit zu erwerben.
So bleibt zu hoffen, dass eine fundierte und intensive Vorarbeit auf dem Weg zur Auswahl der fürs Unternehmen passenden BPM – Software – Lösung, kurz nach der Anschaffung und Einführung, durch Verschwinden des Lösungsanbieters in Rauch aufgeht.
PS: Einen guten Überblick über BPM – Lösungsanbieter finden Sie hier auf dem Blog unter dem Reiter “BPML“!
